Das Ressort
»» erzählt enthält einen Haufen Kurzgeschichten:
und eine Menge weiteren Unsinn für Freundeskreismitglieder...
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Weiße Lokomotivwölkchen stoben vor mir her als ich auf weiten Schwingen schwebend den Reiher im Landeanflug beobachte. Er landet auf dem Dachfirst. Frost liegt auf den Blättern. Die Sonne steht niedrig, der Himmel ist klar. Der Reiher sonnt sich und rührt sich nicht. Reckt nur seinen langgestreckten, schlanken Körper den zu dieser Jahreszeit raren Strahlen entgegen. "Salute, Eure Majestät", denke ich, beobachte ein paar Minuten wie nichts passiert und laufe dann weiter.
Einen Reiher am Ufer, beim Fischen, beim Segeln, das kenn ich. Aber einer der auf dem Dach landet und sich minutenlang sonnt!?
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The Open Heart Approach - A non-scientific summerschool-homage
Langkamp, T. (Oct. 2009), Lecce, Italy
Abstract
Oh boy - just back from the GKSS-Summerschool in Lecce.
2 weeks of professional-lectures about Climate Statistics presented by the worlds
leading statisticians - and a bunch of lovely international people I won´t forget.
Thank you bella Italia! Or like Bob would say "this was great stuff!".
Oh boy - only in these two weeks I fell in love with the italian language and character;
especially due to the efforts of my personal teachers Ida, Luca and Marco. Grazie amici!
Besides two dozens of italian words I also learned a big deal about how fast friendships
can grow - even those which goes deep down to the correlation of hearts and minds. This
could also be described as the Open Heart Approach (OHA!), which had developed during
the time of this summerschool (at least for me: sample n = 1, significance = 0,
subjective truth = 100%). If you need a statistical evidence for that, you will first
have to built a machine which can read hearts and minds!
Many more developements have been encountered during the summerschool. I only want to sumarize here some very special ones in a really subjective and randomly manner. Please complete this small list and all the other important developements via your abstracts!:
Swimming in the so warm mediteranian see, while some of you had this idea for this abstract, deadline January, and meeting again at the EGU 2010! Tatjanas present-sensations for Bernhard and Umesh! Bobs and Francis beautiful illustrated and outstanding presented lectures (and Bobs funny problems with the pointer - we will miss this "really retired" loveley man). Bente, Wiebke, Wenke, me and others regularly having ice-cream before dinner. Ediang dancing and singing like Jacko in the rain of Lecce's old romantic streets. Me and Ida dancing the local pizzica-dance at the sidewalk at night without music or slipping down the sofa simultaniously from the top to the floor in front of Götz and the lecture-room during the "skype-lecture", feeling like naughty little childs; or jumping chained and wired by headphones barefoot and happy through sunny streets and entering a post office, all the people watching slightly irritated ...
Luca and Marco waiting patiently for their very "guuuut" (Marco learns german very fast!) tuna in this nice italian/scotish restaurant while everybody was already finished with his/her pizza. Some double malt scotish ale with 9 degrees! Marcos loveley strong accent. Marco and Luca nominating me a very good italian boy, telling me I would do good as a post-doc in italy. But adding, that I need a kind of tutor or mentor, because I was unwilling to go to bed before five in the morning at saturday/sunday night ... .
Götz ariving at our first outside Pizza dinner, happy not to spend saturday evening alone in the hotel and of course un altro bottiglia vino rosso per il padre! Götz rejecting no single drink in the progress of this night rather just demanding them, saying "Yes definitely! Another drink!".
The plate full of snails!
Sabine dancing spontaneous flamenco! The violin-player in one bar, where there was no place to dance, but we danced nevertheless. The so called family-guys with the big eyes out of the automat! The stunning presentations in the book-competition with Opeyemi, Erwan, Bernhard and Jorge! Ida finding live Pizzica-music at the last day by just asking the "blues-brothers" (the only street-musicians you can find in Lecce) to play Pizzica for us, herself playing the tamburin, or Ida starting tap-dance at Benni's and mine balcony at three or four o'clock in the morning! The bright white fog over the whole town at some mornings seen from our balcony. And of course Bernhard and me disarranging some furniture at the upper floor after a very long night around the beautiful anfiteatro. Or hunting through the stairwell, trying to get into the restaurants' kitchen at 3 or 4 o'clock and being caught by the night-watchmen, while "some" of us trying to hide uselessly in a doorway. Eduardo comin' with us for two nights into the city and at the last night even until the bitter end at this shabby bar with a "unneccessary" last tequilla, which worked like valium for me. And right after that Benni and Ida fighting each other about who of them is not taking enough care for me, just because I tried to sleep right on the next table after beeing "tequilarized"... and also during the first days while I was a little bit ill. Or waiting 3 hours at the very cold Milano Station one hour sitting in the sun in front of it, just after sunrise, writing down some of this stuff - and the whole night before trying to sleep in a full packed sitting-cabin of the ICN Lecce-Milano while a very old grandfather was all the way complaining of pains and / or searching for his medicine in one of his eight(!) heavy bags (I've moved them all more than once) and saying hoarsely something like "Eija! Madonna santa!" all night long...
Oh boy ... all this was great stuff.
Thomas
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...heißt
ein Frühjahr lang saufen und ständig über sich hinaus wachsen,
immer dicker werden und das gut finden,
niemals den Sonnenschein verpassen und wenns mal regnet oder schneit trotzdem nicht frieren,
Solarkraftwerk inklusive,
den Sonnenbrand im Herbst einfach abwerfen,
einen Winter lang schlafen,
nie wohin müssen,
immer vom Vogelzwitschern umgeben sein.
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[Gestartet im Februar 2002 |
letzter Stand Dezember 2006]
Zwei Jahre lag es unfertig in meinem Zimmer, 2 Stunden vom Heiligabend langten endlich um Eve zu vollenden.
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Ich stehe dazu, ist ja auch an und für sich nichts Schlimmes, es gibt halt Tage, die sind wie gemacht dafür, doof zu sein.
Gestern beispielsweise bzw. heute, oder besser gestern auf heute:
Verkaterter Sonntagabend in der OttoWG, wir pfeifen uns beim Abendessen Blümchen beim Kochen rein. Im Anschluss verlagere ich meine Bestimmung ins Bett, schlafe wie so häufig im ersten Drittel des Films weg. Nicht weiter Schlimm, erst recht nicht weil ich mich vorrausahnend zeigte und den Wecker im Vorwege stellte.
"piep, pieP, fiEP, pIEP, PIEP"
Völlig verschlafen erschlage ich den AUS-Knopf. Schaffe es in die aufrechte Lage, stehe auf, dusche, setze mich zu meinem Frühstück. 8:30 Uhr, gute Zeit, könnte fast ein Rekord sein. Matthias ist auch gerade aufgewacht und rümpelt rum. Stopfe mir den verkrümmelten Rest von
»» Toms Hermann mit Smarties, Rosinen und Kakaopulver rein. Dabei lese ich mir einen langweiligen Altersvorsorge-Artikel aus "Der Zeit" vor.
Meinem Fahrrad gelingt es mich etwas zu spät um kurz nach Neun vor dem Büro abzuliefern. Ich betrete das marmorne Foyer, begrüße die Sekretärin, ernte ein "Guten Morgen" und einen auffallenden Blick. Schließe das Büro auf, noch niemand da. "Hmm", ich vertrödle meine Zeit mit Arbeit. Auf die anderen wartend werfe ich zufällig einen Blick auf die Windows-Uhr, die korrekt gestellte Windows-Uhr...
So'n scheiß, wie ärgerlich, nun muss ich eine Stunde früher nach Hause gehen. Zudem verspüre ich den tiefen Drang irgendwo ein neues Sprichwort anzumelden.
"Wer abends doof ist, ist auch morgens doof."
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Dunkel war die Nacht und das Bier.
Blinzel, Blinzel, bist Du hier?
Du musst aufstehn, kannst es nicht.
Kaum vier Tage aus dem Urlaub zurück und schon willst Du wieder zurück in den Wald, ins Zelt, ins Nasskalt der Ostsee. Kann das sein? Muss das so?
Woher kommt der Alltagstrott, der Dich so schnell fängt und fesselt.
Raus musst Du da. Weg von hier.
Aber träge bist Du.
Schwer in den Beinen, schlapp im Kopp von Kater durchtränkt, dehydriert.
Dabei wars nur ein 05er König Ludwig.
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(Eine sinnbefreite Geschichte von Schmorfy und Tom, erdacht im Juni 2006.)
Hoppel trat an Ostern vor seine Tür und lachte sich verträumt zurück an seine schönste Zeit im letzten Jahr. Eine nun verblühte Zeit der Tulpen, voller Krisen auf menschenfeindlichen Kinderspielplätzen bis zwölf Jahren. Er entsinnte und erinnerte sich - und begann seine beste Geschichte zu erzählen:
Ganz ohne Verstand hüpften zwei Gedanken über Stock und Schein, weigerten sich den schmalen Verworrenungspfad hinauf bis an die tiefblaue Verneblungsklippe, an der geräuschlos die Anekdoten hinuntersprangen in die Bodenlosigkeit des Dackelblicks. Ein Schreiner wurde sich zwischen jenen zwei Gedanken des Augenblicks gewahr und rief "Currywurst!", dass es nur so splatatterte. Mit einem Male erschienen ihm Be-irrnisse auf einmal völlig klar zu sein, klarer als niemand zuvor sie je hätte sehen können. Er erkannte Krisen, die unter und über mit dem grossen Teppichboden eins wurden. In ihm erwuchs ein Meer der Nachsicht.
"Gehirnbrei - ", meinte die wohlgenährte Sahneschnitte aus dem Friseursalon nachsichtig zum Schreiner. "Du bist gar nicht zu Dick. Und was die Geschichte des Hasen angeht: Keiner wiedersteht einem Dackelblick!"
Ha-oppel liess sich nicht entwirren und fuhr fort.
Er fuhr mit dem okkafarbenen Laster auf der Strasse, der vorne am linken Rad eine rostige Schramme hatte. Es ward still, als die Uhr zu ticken vergaß und er den Drang versprühte sich zu kämmen. So kämmte er sich beim Angeln eines neuen Gedanken. Er dachte Woran, Daran und Doran - die Drei - er vermisste sie, denn sie waren ihm lange nicht mehr unter die Fuchtel gekommen. In diesem Andenken hielt er es für gewichtig sich in die Südsee zu setzen, wobei ihm doch seine Steckdose mit 230 Angström zum wiederholten Male auf den Mund küsste. "Der Rest des Körpers war völlig normal temporiert, aber mein Kopf brannte.", schrie er. Wieder einmal war er entkommen. Selbst beim Gedanken an das grantige Schiff des säuselnden Klabautermanns vor der Küste, selbst als sich im Wald nebenan ein Holzfäller einen Zeh klemmte, bei dem Versuch sich sein Tuch umzubinden das getränkt war in Sekt und Ambrosia aus den fernen Niederlanden.
Selbst da, da er zuviel gedacht hatte, als die Welt voller Verzweiflungen schien - da ward er geheilt.
So geschah es in diesem Meer der Augenblicke.
"Nun denkt an die holde vollbusige blonde Maid aus der Hanuta-Werbung und ihre beköhrenden Blicke. Dann denkt an diese Geschichte und über die Sinnlosigkeit der Werbeindustrie nach."
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[Bildchen von photocase.com]
Der Putzgang war gründlich; zweimal Schaumkur, einmal Vollwachs.
Anschließend sich bequem in die Astgabel geklemmt, den bauschigen Schwanz über die Augen geschwungen, um das Tageslicht zu bremsen; das Eichhorn pennt. Seit 5 Minuten nun. Es fällt in tiefen Schlaf, sein Kopf sackt vorn über, plummst auf kleine Krallenfüße, dass es ausssieht wie ein kugelrotes, wollknäuel-großes Wollknäuel. Luftig steigt ein Gedankenwölkchen über seinem Köpfchen auf, es beginnt zu träumen:
Mit Frau Eichhorn und seinen Kindern hupft es in trauter Eintracht Frankfurt über Wiese und Teich (Jesus!), grüßt Gevatter Reiher und Meister Bisamratte.
Kerzengerade steht Gevatter Reiher am Ufer, blickt über sein Reich, entdeckt einen fetten Karpfen, schwingt einen Pfeil durch die gespannte Oberflächlichkeit von Spiegelungen, durchschlägt den Körper eines schnabelgerechten Stichlings und vergisst blindlinks all den Trubel und die gedankenlose Heiterkeit um ihn herum.
Der fette Karpfen pflutscht flüchtend in Algen-getränkte Tiefen, verfängt sich in den Überresten eines Plastikmoorhuhns und ertrinkt Tage später. Immerzu Maulaffen feil haltend, nörgeln quakend die Erpel der Familie Stockente. So wird das nichts mit der hübschen Gattin aus Peking.
Die Bisamratte buddelt im Uferschlamm, übt sich im Tiefbau, will die Linie U4 endlich fertigstellen - ein Elbtunnel unter den Lohbek-Untertunnelungen soll sie werden. Welch ehrgeiziges Vorhaben.
Um die Wette krächtzen Eichelhäher und Elster im Weidenwipfel, die Wildgänse übertönen sie, landen mit schreiendem Quak-Röhren und einer breiten Bremsspur aus Gischt im Teich - Nils Holgerson im Gepäck.
Am Firmament plärrt ein Schwarm Kraniche, über meine Füße hoppelt ein Osterhäschen und Frau Eisvogel schminkt ihr türkis glitzerndes Gefieder nach.
Kosmetik war noch nie mein Ding.
"Aber die Fußballweltmeisterschaft gewinnen wir!"
- sagt Gevatter Reiher als das Eichhorn erschrickt und aus seiner Astgabel plumpst.
zur
» » vierten Frühlings-Geschichte
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(Ein Gedicht von Philipp O.)
Der Frühling kommt mit all der Macht,
die die Natur zu bieten hat.
Endlich kommen die Vögel wieder.
Mit Grippe unter ihrem Gefieder?
Wen kümmert das wenn sie verkünden
von wiederkehrenden Sonnenstunden?
Die Pflanzen wachsen wieder, bauen Blätter
sie kümmert nicht das Schmuddelwetter.
Wer kanns auch besser wissen als die Bäume
daß nun der Frühling kommt in alle Räume?
Er kommt mit all der Macht,
die die Natur zu bieten hat.
Und so halt' ich´s wie Baum und Blätter,
kümmer mich nicht um das Schmuddelwetter.
zur
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