Endlich mal eine Doku, die nicht nur den Daumen draufhält, sondern auch spannend und witzig ist: "The Yes Men Fix The World"
legal und kostenlos in HD-Qualität herunterladen von [http://vodo.net/yesmen]
oder direkt anschauen:
Das Ressort »» kritisiert enthält ein Mischmasch aus Medienkritiken, darunter Buch- und CD-Rezensionen, aber auch Reaktionen auf tagesaktuelle Nachrichten (oft zu Datenschutzthemen); außerdem folgende Projekte:
Musik-Projekt: Top100 Songs die keiner kennt
Liste meiner liebsten Lieder, die nicht als Single erschienen.
»» durchsehen und nachhören
(Status: im Gange | Start: Oktober 2002)
Musik-Projekt: Genre - Was es alles gibt
Die ultimative Liste aller jemals existenten Musikstile / Musikgenre
»» ansehen und staunen
(Status: stagnierend | Start: Oktober 2002)
Musiktext-Doku: Fantagesetzbuch
Meine liebsten Zeilen aus den Texten der deutschen HipHop-Band "Die Fantastischen Vier", versehen mit eigenen Kommentaren. »» durchlesen
(Status: stillgelegt | Stand: Juni 2002 | Start: Mai 2002)
Das Gipfeltreffen für Staats und Regierungschefs in Brüssel hat ergeben, dass Angela Merkel ihre Priorität nicht beim Klimaschutz sieht. Denn die Kanzlerin will keine Milliardensummen für den Klimaschutz ausgeben und zieht damit klar eine Bremse, wenn es um die Finanzierung für klimapolitische Projekte geht. Warum Deutschland so abblockt und was für den Klimaschutz getan werden kann und getan werden muss, erklärte die Klimaschutzreferentin Stefanie Langkamp im Frühcafé.
Die Totalüberwachung ist Realität (»» wie berichtet) seit Anfang 2008. Von den meisten Bürgern scheint es jetzt erst so nach und nach bemerkt zu werden. Da stellt sich die Frage: Wen wählen am 27. September? Piraten zum Beispiel. Die kämpfen dagegen an:
Seit Unzeiten versuche ich einen Sampler meiner liebsten Stücke zusammenzustellen. Inzwischen versuche ich es mit einem Top100 Sampler. Herangehensweise: Songs anfügen, aussortieren, umsortieren, andere Version raussuchen, den Sampler lebendig halten und der aktuellen Hörgewohnheit anpassen. Bedingungen an die Stücke:
Keine Band, kein Interpret darf zweimal vertreten sein.
Das Lied sollte in den letzten 5 Jahren nicht als Single erschienen und nicht dumpf gecovert sein; heftige Remixe und Neuinterpretationen sind erlaubt. Bei Wissenslücken meinerseits freue ich mich auf Hinweise.
Viel Glück beim wahrscheinlich vergeblichen Versuch des Nachhörens :-)
Passend zu diesem Projekt arbeite ich an der irrsinnigen Idee, einer » » Liste aller existenten Musikgenre.
Die letzten 5 Neuzugänge:
DJ Shadow - Right Thing (Z-Trip 'Set The Party Off Mix' In Three Parts) [Mashin On The Motorway / Walkie Talkie] | Hach Schlagzeugsoli... ich schmelze dahin. Ich glaube doch langsam das dies mein ultimativer alltime Lieblingstrack ist. Und ich kenne Right Thing in dieser ganz besonderen Version nun 2 Jahre. Ein Schlagzeuggewitter in drei Akten von jeweils rund 2 MInuten; perfekt unterlegt mit dezenten Filmdialog-Samples zur Eröffnung und zum Ausgleiten der Szenen. Es gibt eben doch mehr als den Standard-Strophe-Chorus-Strophe-Chorus-kürzereStrophe-Chorus-Chorus-Chorus-Chorus-Scheiß: shadows instrumental underground hiphop.
Hach - und videotechnisch ist der Gute auch nicht zu unterschätzen. »» Kostproben?
Feist - Mushaboom (Postal Service Remix) [Open Season] | Vom Sommerhit Mushaboom hat man sich schnell sattgehört - zu eingängig - zu redundant. Doch das Remixalbum offeriert uns eine Version, die das etwas Lahme und Eingefahrene des Originals dermaßen aufpeppt! - das hätte ich nicht für möglich gehalten. Spätestens nach 1 min und 10 sek sollte jeder begriffen haben, was ich meine. Die Vokals werden so durch den Mixer gewurstet und surfen auf einem so pushenden Elektrogefrickelbeat dahin, dass es eine reine Freude is! Ne, Olli?
Ash - Gabriel [Intergalactic Sonic 7 (Singles Collection 1994 - 2002) Disc 2: Cosmic Debris] | In dem scheinbar schmächtigen Sänger steckt anscheinend ein kraftprotzender Manic Street Preacher. Gabriel beginnt in den ersten zwei Minuten noch recht Standard-Hard-Rock-mäßig, schmeißt aber dann nach dem Abarbeiten der zwei Strophen allen Ballast von Bord und spielt sich in gigantische Gitarrenhöhen den Mount Everest hinauf. Da liegen mindestens drei oder vier Gitarren übereinander, Becken und Bass zerschneiden das Soundkleid und dennoch wird alles durch eine glockenartige Einfachstmelodie in den Mitten zusammengehalten - sonst würd man beim Hören auch zerplatzen... geil :-)
Phoenix - sometimes in the fall [It's never been like that] | Schwer genug einen Favoriten dieses hervorragenden Indie-Pop-Albums zu küren, fällt die Wahl auch noch ausgereichnet auf das melancholische "sometimes in the fall", das aus der prinzipiell eher gut gelaunten Platte hervorsticht. Es handelt sich aber keineswegs um Resignation. Das unterschreibt der Refrain mit "still on and on and on" und unterstreicht die gemächlich treibende Double-Bass.
Maxim (Reality) - My web oder Spectral wars (featuring Divine Styler) [Hell's Kitchen] | "My web" lässt sich am besten mit einem bebenden BAAMMMM!!! beschreiben. Der Prodigy-MC lässt mit Titel 10 seiner ersten Solo-Platte die Wände erzittern - Subwoofer pflicht, Lautstärkeregler Maximum. Dazu rapt er wie nichts gutes im Drum&Bass-Kleid, das den Song mit seiner langezogenen Snare wie ein Fragment / Schnippsel eines Science-Fiction-Arcade-Game-Soundtracks - mir kam als erstes F-Zero in den Sinn - erscheinen lässt. "Spectral wars" als bassig blubbernde HipHop-Gegenbastion macht klar, dass nicht Maxim, sondern Gast-MC Divine Styler den Flow dieser Platte für sich gepachtet hat. Sein Rap verschafft dem Song den Antrieb, für den in Track 10 das Drum&Bass-Sample verantwortlich war.
Der ganze Sampler · Künstler - Liedgut [Tonträger]
"Aber die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen."
Johann Wolfgang Goethe (Gespräche mit Eckermann)
Im hellen Lichte von Goethes Erkenntnis sollte man den eigentlich gut gemachten Film - der den Ernst einer raschen Erderwärmung mit suizidierenden Tieren ins lächerliche zu ziehen droht - bedacht kritisch betrachten. Eigentlich ist er von den Machern durchaus ernst gemeint:
"Film for Quercus (Portugal’s Association for the Conservation Nature) that reminds people about the importance of not giving up on the fight against Global Warming."
Erst fand keine Zeitung, kein Magazin den Mut Ulrikes folgenden Kommentar zu drucken; jetzt hat ihn die taz doch noch in der [donnerstäglichen Kolumne] gebracht.
Das Online-Magazin jetzt.de zeigte schon einige Tage zuvor zumindest grundlegendes Interesse an olympia-kritischer Berichterstattung und interviewte Uli, um mehr über ihren Ärger zu erfahren. [Lest das Interview] oder besser vorher Ulis aufschlussreichen Kommentar zu spöttischen Moderatoren und gebrochenen Sportlerherzen:
...auch wichtig für die "Fans"
Ein Kommentar von Uli
Dieser Tage geschah es, da verabschiedete sich eine Goldmedaillenhoffnung aus dem
olympischen Turnier und wurde nur 9te. Man hatte mehr von ihr erwartet, aber so ist
das im Sport eben, es kann sich sehr schnell drehen wer vorn ist und wer unter die
Dusche geht. So ein Abgang ist natürlich bitter. Niemand trainiert dafür, nach Jahren der
Vorbereitung nach wenigen Minuten das Handtuch werfen zu müssen. Ich weiss es
selbst, auch wenn ich nie jahrelang sondern lediglich über den Zeitraum von Monaten
hinweg auf ein Turnier zugearbeitet habe - die von mir bestrittenen Meisterschaften
fanden alle im Einjahrestakt statt. Ich konnte, wenn's mal nicht so gelaufen war wie es
sollte schnell wieder nach vorn sehen. Für die olympischen Spiele aber gibt es nichts
vergleichbares. Aus meiner Sicht damals ein fantastisches Ereignis, heute betrachte ich
das Ganze eher skeptisch. Das hat unter anderem mit der Sporthysterie des deutschen
Volkes zu tun.
Man kennt das, "wir sind Papst", aber größenwahnsinnige Versager sind
nur die einzelnen Sportler. "Unser Goldmädchen" wird nie "unsere Pechmarie" sein.
Wenn ich unser sage, so muss ich gestehen, mich dabei auszuschließen. Ich fühle mit
den Sportlern, denn ich weiss, welcher Schmerz hinter ihrer Leistung steht. Was sie
ausgehalten haben allein dafür, um die Qualifikation zu holen. Ein Teil der Deutschen
jedoch scheint das nicht zu wissen. Es ist dies jene Kategorie, die einen fünften Platz mit
"enttäuschend" überschreibt. Die fordert, mal solle von den 435 teilnehmenden
deutschen Sportlern doch einfach 420 nicht antreten lassen, dann könnten sie ihrem
Land wenigstens keine Schande machen. Oder die im Falle der geknickten ehemaligen
Olympiasiegerin eben noch mal nachtritt, sie Maulheldin, großkotzig und dumm nennt,
weil sie die Medaille verschenkte statt einer anderen den Platz zu überlassen. Denn
natürlich hätten diese Menschen das alles besser machen können. Deswegen geben sie
wertvolle Tipps: mehr trainieren zum Beispiel, oder die olympischen Startplätze das
nächste Mal einfach unter Bundesbürgern auszulosen. Schreiben davon, sich für die
nächsten Spiele fürs Mannschafts-Nasebohren anzumelden. Diese Menschen, so
behaupte ich, haben noch nie in ihrem Leben Sport gemacht. Und unter Sport zähle ich
nicht "bei einer Grillparty den Fußball über den Rasen gebolzt". Sport bedeutet für mich,
sich zu bemühen für ein Ziel, das Lieschen Müller nicht mal eben erreicht, und falls nötig
sich auch dafür zu quälen. Diese Menschen wissen nicht, was schon hinter dem Drachen
Olympiaqualifikation lauert. Denn sie könnten allenfalls Weltmeister im Couchsitzen und
Chipsessen werden, oder Olympiasieger im Nachtreten. Jeder feiert den neuen Star, der
das erste Gold für Deutschland geholt hat, endlich, denn sonst könnte man sich ja
langsam nicht mehr sehen lassen. Die stolze deutsche Sportnation, wir, die Sprinter und
Gewichtheber. Die agilen und wendigen, über 50% sind zu fett. Aber sie wissen
dennoch, wie man es besser machen kann. Dass sie nicht in Peking sind tut nichts zur
Sache, sie haben sich eben nicht in ihrer Jugend entschieden diese und noch viele
weitere Jahre einem Ziel zu verschreiben, was auf den ersten Blick völlig unschaffbar ist.
Sie haben nicht ihren Körper angemessen ruiniert durch Verletzungen und Verschleiss.
Aber trotzdem richten sie über Menschen die das getan haben. Allein die Fernbedienung
in ihrer Hand macht Sportexperten aus ihnen, die nach Belieben urteilen können. Dabei
malen sie sich in den schillerndsten Farben das luxuriöse Leben der Sportler aus, so
möchte man meinen. Gut, neiden wir den Fußballern ihre Millionen. Den Tennisstars, den
Formel-1-Fahrern - kurz dahinter hört es auf, das Sponsorenparadies. Glauben die
Couchexperten wirklich an den Überfluss im Sportlerleben? Vermuten sie, dass die
Schwimmer in ihrem Privatpool in der 20-Zimmer-Villa dann trainieren wenn sie lustig
sind? Dass die Beachvolleyballerinnen sich zur Erfrischung Kaviar reichen lassen? Ich
glaube, dass diese Menschen die Augen aufmachen sollten. Sportler sind, so sie nicht in
besonders werbeträchtigen Sportarten unterwegs sind, normale Menschen. Ein Drittel
der deutschen Olymioniken sind Schüler und Studenten, wie der Rest sich finanziert
weiss ich nicht. Sicher bin ich nur, dass die Artenvielfalt des deutschen Sportes ziemlich
einknicken würde wären sie alle hinter Geld her, wie die Nachtreter vermuten.
Zu meiner Beruhigung tummeln sich diese Menschen nicht überall. Lediglich in den
Kommentaren der Focus-online-Artikel stolperte ich über sie, da aber sehr schmerzhaft.
Und weil ich da nicht posten kann muss ich es hier sagen: wenn Du so bist, Deutschland,
dann habe ich nicht zweimal Europameisterschaftsgold für Dich geholt. Dann geh nach
Hause. Ich habe genug, die sich mit mir gefreut haben, ich muss nicht Dein
Goldmädchen sein. Solange Du nur den Mund aufreisst und urteilst, anstatt Deinen
Hintern vom Sofa hochzunehmen, solang bleib allein. Und schäm Dich nicht für all die
Sportler, die Deine Erwartungen nicht erfüllen. Geh raus und werde selbst was. Dann
reden wir nochmal.
Der Bundestag hat am 9. November 2007 das Gesetz zur Einführung der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland beschlossen. Das Gesetz verpflichte Telekomunternehmen alle Kommunikationsdaten [E-Mail, (Mobil)Telefon inkl. Standort, Internet etc.] 6 Monate auf Vorrat zu speichern, um sie der Polizei und anderen staatlichen Ermitlern bei Tatverdacht zur Verfügung zu stellen. Das Gesetz hat nun auch die Unterschrift des Bundespräsidenten und tritt damit 2008 in Kraft.
Somit reicht [Anwalt Meinhard Starostik] im Namen der Bürger Klage beim Bundesverfassungsgericht ein, auch der Staat Irland klagt schon gegen das Gesetz, das auf eine EU-Richtlinie zurückgeht.
In der über [150-seitigen Beschwerdeschrift] von Anwalt Starostik wird auch beantragt, die Datensammlung wegen "offensichtlicher Verfassungswidrigkeit" durch eine einstweilige Anordnung sofort auszusetzen. Zur Begründung heißt es, das Gesetz lasse "massive Kommunikationsstörungen" in Deutschland befürchten. Denn jeder Bürger wird durch die Datenspeicherung grundlos wie ein potenzieller Straftäter behandelt: Journalisten droht der Abbruch von Informantenkontakten, Beratungsangebote wie die Telefonseelsorge droth der Ausfall von Anrufen und E-Mails von Menschen in Not, Strafverfolgern der Wegfall anonymer Anzeigen und Hinweise, Regierungskritikern das Ende unkomplizierter Kommunikation und Internetsurfern Ermittlungen wegen des Besuchs vermeintlich verdächtiger Internetseiten (wie in der Vergangenheit schon geschehen).
An der Klage von Starostik konnte sich jeder [beteiligen] (wie hier zuvor berichtet) - ohne ein Kosten- oder sonstiges Risiko einzugehen. Eine hohe Teilnehmerzahl bei der Sammelklage ist sinnvoll, um den politischen Druck zu erhöhen, Einsendeschluss war Heiligabend.
Knapp 30.000 Personen haben sich der Klage per Vollmacht angeschlossen.