Aus aktuellem Anlass [Samsung für Schmähpreis nominiert] und [Samsung gegen Gewerkschaften] und [Krebsstoffe und Unterdrückung bei Samsung] (was bei Apple, Intel, LG & Co wenig anders sein dürfte) hab ich diese alte Recherche zu Samsung & Kollegen nochmal aus dem Archiv gegrabbelt. Dass Samsung Waffen produziert, find ich nochmal ne ganze Nummer härter als die Vergehen in obigen News. Wär schön gewesen, wenn das im diesem Zusammenhang von den Medien zumindest nochmal erwähnt worden wäre..., das könnt evtl was bewegen. Selbst Siemens hat wegen schlechter Publicity seine [Waffenproduktion] und [indirekte Beteiligungen] verkauft. Das schafft die Waffen nicht aus der Welt, verhindert aber eine ungewollte Querfinanzierung durch den ahnungslosen Konsumenten...
Als ich vor ein paar Wochen erstmals davon las, dass [Samsung auch Waffen produziert], kam ich ins grübeln welche Firmen noch Waffen investieren und welche ich davon durch meine Einkäufe unfreiwillig unterstütze.
Meine Recherchen ergaben, dass die waffenproduzierenden Firmen mit denen Otto-Normalverbraucher über Konsumgüter in Berührung kommt, überwiegend in der Auto- und Flugzeugindustrie tätig sind. Außer Samsung ist bei den Elektronik-Herstellern kein großer Name dabei, der direkt selbst Waffen produziert. Natürlich werden etliche Elektronikfirmen den Waffenproduzenten auch Teile liefern, aber dieses Netzwerk zu durchschauen spare ich mir für die nächsten Ferien auf...
Anbei also die Liste der Firmen und Marken, die im Waffenbusiness unmittelbar und ganz groß tätig sind. Leider ist mit Daimler (Mercedes) auch ein großer Bus-Bauer dabei...ich muss wohl noch mehr Fahrrad fahren. Und sogar Kinogänge in Filme von Universal müssten eingeschränkt werden, sowie das Fahrstuhl fahren, wenn ThyssenKrupp drauf steht; außerdem Mitfahrgelegenheiten die überwiegend Bahn-fahrend geschehen sollten. Fliegen war wegen CO2 eh schon total out und stehen jetzt auch noch mit Waffenfabrikanten in Verbindung. Da wird der Alltag kompliziert, wenn man das alles beachtet.
Boeing (Flugzeuge)
Daewoo (Autos)
EADS (Daimler-Autos, LKW und Busse von Mercedes, Maybach und Smart, Airbus-Flugzeuge, Helikopter, McLaren Formel 1 Rennwagen)
General Electric (NBC Nachrichtengruppe, Universal Filme etc.)
Honeywell (Autos von Chevrolet, Pontiac)
Hyundai (Autos)
Rheinmetall (Autoteile)
Rolls-Royce (Autos, Flugzeugtriebwerke)
Saab (Autos, Flugzeuge)
Samsung (Elektronik)
Tata (Autos, Telekommunikation, Hotels etc. überwiegend in Indien)
United Technologies (Klimaanlagen, Heizungen und Kühlschränke von Carrier, Linde uvm., Flugzeuge, Hubschrauber, Fahrstühle)
In Klammern nur das womit Otto-Normalverbraucher womöglich in Berührung kommt. Natürlich gibt es noch viele weitere Waffenproduzenten, aber die stellen keine Konsumgüter her. Evtl. finanziert sie aber der ein oder andere über seine Lebensversicherung oder seine Riester-Rente quer. Da hilft nur ein Nachfragen bei der Bank des Grauens - ups tschuldigung - des Vertrauens.
Wie zum Deibel kann man nur so gut schreiben? Stephen King wird auf der Rückseite zitiert:
"Dan Simmons schreibt wie ein Gott. Ich kann kaum sagen wie sehr ich ihn beneide."
"Hyperion" und "Der Sturz von Hyperion" (bei Heyne in einem Buch "Die Hyperion-Gesänge" erschienen) schiebt sich gerade auf Platz 1 meiner persönlichen Hitliste. Eine absurd gut geschriebene Space-Opera auf 1500 Seiten von denen keine einzige langweilig ist. Unfasslich.
Es gibt kein arm ohne reich, kein reich ohne arm, aber es ist Zeit den Armen etwas zurückzugeben.
Es steht auf dem Platz unter der Brücke beim ehemaligen "Schreiber-Zaun".
Der sog. Schreiber-Zaun stand noch vor wenigen Tagen brandneu unter der U-Bahnbrücke zwischen Reeperbahn 1 und S-Bahn Landungsbrücke.
Er hinderte Obdachlose daran, dort zu schlafen.
Der Zaun-Verantwortliche und Bezirksleiter von Hamburg-Mitte, Schreiber, musste ihn aufgrund vielseitiger Kritik - zurecht - wieder abbauen lassen.
Hätte er das Geld mal in Einrichtungen gesteckt, welche Obdachlosen hilft, von der Straße wegzukommen. Aber ein so weitsichtiges, soziales Projekt, ist natürlich viel viel teurer und aufwendiger, als Obdachlose in einen Nachbarbezirk abzudrängen, wo dann auch wieder Zäune gebaut werden, um sie noch weiter zu verdrängen, bis die Obdachlosen in eine andere Stadt ziehen, wo dann wieder Zäune gebaut werden, bis sie in ein anderes Land ziehen, wo dann wieder Zäune gebaut werden, bis dann irgendwann jeder vor Wind und Wetter geschützte Platz auf diesem verdammten Planeten eingezäunt ist! Verdammte Kacke!
Danke Herr Schreiber, dass Sie uns den Sinn des Zäune Bauens nochmal so plastisch vor Augen geführt haben.
Fuck. Hätte nicht gedacht, dass mein Atomlogo nochmal so aktuell werden würde.
Strahlungskarte aus verschiedenen Netzen von unabhängigen Geigerzählern. Die Einheit μSv / h heißt Mikrosievert pro Stunde und ein Wert von 0.16 ist normal. [Strahlungskarte]
Außerdem eine Liste aller Erdbeben in Japan der letzten Tage. Die Anzahl der Nachbeben ist erstaunlich, alles ab Stärke 5 führt bei anfälligen Gebäuden zu ernsten Schäden, ab 6 können auch robuste Gebäude Schaden nehmen. [Erdbebenliste]
Näheres zur damaligen Idee meines Blog-Logos in Ergänzung der »» TomBlog-Info-Seite:
Das Logo ist inhaltlicht zynisch-ironisch im politisch-wissenschaftskritischen Sinne zu verstehen. Zur Verantwortungslosigkeit der Wissenschaft ein Zitat aus dem Buch "Heller als tausend Sonnen - Das Schicksal der Atomforscher" (1956) von Robert Jungk, dass sich meiner Meinung nach zu einem gewissen Grad auch auf die zivile Nutzung der Kernspaltung und das Ignorieren ihrer potenziellen Konsequenzen übertragen lässt. Entsprechend habe ich das Zitat [ergänzt]:
[...] ich begegnete, [...] der bei zahlreichen Wissenschaftlern vorherrschenden Einstellung, die private, die menschliche Geschichte der Wissenschaftler sei doch eigentlich unwichtig. Was zähle, sei nur ihre objektive Leistung. [Doch ...] der Wissenschaftler, der meint, daß er - oder seine Kollegen - nichts anderes sei als ein "Werkzeug der Erkenntnis", dessen persönlicher Charakter, dessen Ambitionen [...] "nichts bedeuteten", denkt in Wahrheit unwissenschaftlich. Denn er ignoriert einen wichtigen [...] Teil des wissenschaftlichen Experimentes, nämlich sich selbst, oder glaubt, ihn willkürlich ausschalten zu können.
Nur durch diese [...] Loslösung der [...] Forschungsarbeit von der Wirklichkeit des einzelnen Menschen konnten ja überhaupt Monstren wie die Atombomben [AKWs] entstehen. Für immer wird [...] mir das Bild jenes genialen Mathematikers eingebrannt bleiben [...]. Auf seinem Gesicht standt ein Lächeln von beinahe engelhafter Schönheit. Man konnte denken, er habe den inneren Blick auf eine Welt der Harmonien gerichtet. In Wahrheit aber hatte er, wie ich später von ihm hörte, über ein mathematisches Problem nachgedacht, dessen Lösung für die Herstellung eines neuen Typs der "Höllenbombe" [noch sichereren AKWs] unerlässlich war.
[...] er hatte noch nie einer Versuchsexplosion [...] beigewohnt [ein AKW besucht]. Niemals hatte er Hiroshima oder Nagasaki [Tschernobyl oder Fukushima] besucht, obwohl man ihn dazu eingeladen hatte. Ja, sogar die Bilder der dort angerichteten Zerstörungen wollte er nicht sehen. Für ihn war Kernwaffenforschung [Reaktorforschung] nur höhere Mathematik geblieben, unbefleckt von Blut [...]. Denn "all das" - so meinte er - ginge ihn doch eigentlich gar nichts an.
Vielfach las ich dieser Tage, dass trotz Internetabschaltung in Ägypten und nun auch Lybien die Proteste weitergehen oder gar zunehmen. Dahinter steckt die weit verbreitete und durchaus verständliche Annahme, dass die Kommunikation und damit die Organisation der Proteste über die sozialen Netze Facebook, Twitter & Co. gebündelt und vereinfacht wird. Was aber, wenn genau dieser Internetaktivismus viele davon abhält am Ende tatsächlich auf die Straße zu gehen, weil es so bequem ist von zu Hause aus übers Netz zu protestieren? Und was wenn die Abschaltung des Internets genau jenes bequeme "aktivisteln" von hinterm Monitor abstellt und somit mehr Leute auf die Straße bringt als mit Internet? Weil sie sich anrufen, direkt absprechen und noch aufgebrachter sind, weil ihnen das Internet verboten wird.
So betrachtet, mag man das Internet als Ansammeln von Feuerholz betrachten, die Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit als zündenden Funken und das Abschalten von Kommunikationskanälen nicht als Wasser sondern Öl ins bereits lodernde Feuer.
[...] 2007 Menschenrechtsverletzungen in Guantánamo stattfanden. 2009 folgten Interna zur isländischen Kaupthing-Bank, die staatliche Milliardenkredite ohne eine echte Prüfung bekommen hatte. Im September 2009 legte Wikileaks offen, wie Giftmüll des Schweizer Konzerns Trafigura an der Elfenbeinküste landete. 2009 folgte die Veröffentlichung der für die Betreiber sehr vorteilhaft abgefassten Toll-Collect-Verträge mit deutschen Regierungsstellen. Im Dezember 2009 legte Wikileaks mit einem Feldjägerbericht zu der Bombardierung der Tanklaster in Afghanistan offen, dass der Regierung früher als behauptet bekannt war, dass dabei Zivilisten getötet wurden. Im April 2010 veröffentlichte Wikileaks Videoaufnahmen zur Tötung von Zivilisten und Journalisten durch US-Militärs in Bagdad aus US-Hubschraubern. Im Juni 2010 folgten geheime Bilder des Angriffs auf Garani in Afghanistan durch die US-Luftwaffe mit vielen Toten [...] [Golem]
Aus den nun seit einem Monat nach und nach veröffentlichten Depesschen von US-Botschaftern wissen wir inzwischen außerdem:
[...]
wie hilflos und tödlich besorgt die Weltmacht USA gegenüber der Atommacht Pakistan agiert, die sich immer weiter dem Status eines gescheiterten Staates annähert. Oder wie unverschämt arabische Potentaten ihre Bürger belügen, wenn sie intern ihre Schutzmacht USA bedrängen, doch endlich Iran, sein Raketen- und Nuklear-Programm in die Schranken zu weisen. Nun erfahren wir endlich, dass es in der chinesischen KP auch Funktionäre gibt, die sich durchaus vorstellen könnten, von ihrem engen nordkoreanischen Verbündeten Kim Jong Il abzurücken und eine Wiedervereinigung unter Führung des kapitalistischen Südens zuzulassen.
Wir wissen aus dieser Quelle jetzt, was die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton in Wahrheit von einem permanenten Sitz Indiens im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hält - nämlich gar nichts. Ganz anders ihr Chef, Präsident Barack Obama, der den Indern kürzlich bei einem Staatsbesuch strahlend versichert hat, was für eine tolle Idee das doch wäre. Diplomatische Depeschen aus Moskau haben uns einen mafiaverseuchten Staat vorgeführt, in dem Wladimir Putin der starke Mann ist, und die Geheimpläne der Nato zum Schutz der baltischen Staaten offengelegt, falls eben dieses Russland über die kleinen Ostseestaaten herfallen sollte. Sie haben auch gezeigt, wie willig sich die Ministerin Clinton als Werkzeug der CIA einsetzen lässt, wenn sie ihre Diplomaten dazu anhält, das Führungspersonal der Uno auszuspionieren. [[SPON]]
[...] Saudi Arabia has urged the bombing of Iran, that Shell maintains an iron grip on the government of Nigeria, that Pfizer hired investigators to disrupt investigations into drugs trials on children, also in Nigeria, that the Pakistan intelligence service, the ISI, is swinging both ways on the Taliban, that China launched a cyber attack on Google, that North Korean has provided nuclear scientists to Burma [...] What is astonishing is the number of journalists out there who argue that it is better not to know these things, that the world is safer if the public is kept in ignorance [...] [Guardian]
Dieses und noch viel mehr Wissen aus den von Wikileaks veröffentlichten US-Depeschen ("Cablegate") macht unsere Welt nicht gefährlicher, sondern besser und sicherer. Deshalb helft alle mit aus den [über 250.000 Dokumenten] noch mehr Wissen zu ziehen: